• BBW Sachsen, Hellerhofstraße 21, 01129 Dresden
  • Bauherr: BBW Sachsen gGmbH, Hellerhofstraße 21, 01129 Dresden
  • Komplettumbau der Mensa und der Küche Gebäudeplanung nach HOAI Ph 1-8
  • Gesamtkoordinierung, Innenraum- und Ausstattungsplanung: studio b1 - gebhard architekten ingenieure
  • Lichtplanung: a.t.c.-Licht, Dresden
  • Planung Küchentechnik: Ingenieurbüro KEP Dresden
  • Planung Haustechnik: Ingenieurbüro Garbe, Dresden
  • Bauzeit: Mensa 6 Wochen (2007), Küche 5 Wochen (2008)
  • Bausumme: insges. ca. 1,0 Mio. Euro

In der Mensa auf dem Campus des BBW Sachsen werden ganztägig bis 500 Schüler, Lehrer und Gäste versorgt. Das Gebäude wurde 1994 neu errichtet. Neben dem technischen und moralischen Verschleiß der Ausstattung gab es erhebliche funktionelle Mängel des Ausgabe- und Aufenthaltsbereiches. 2007 wurde deshalb die gesamte Mensa und 2008 die komplette Küche umgebaut und neu ausgestattet. Beim Umbau der Mensa  mussten die Verkehrsflüsse und der Ausgabebereich neu organisiert, ein mobiler Multifunktionsraum verlegt und die gesamte Ausstattung erneuert und modernisiert werden. Die Küche wurde technologisch neu geordnet und modernisiert.

Wegen der sehr beengten Platzverhältnisse im bestehenden Gebäude und den speziellen Anforderungen an die Verkehrsflächen (im BBW Sachsen lernen überwiegend Schüler mit körperlichem Handicap) und die Nutzung (Individualabrechnung aller Teilnehmer) wurde der Ausgabebereich als ovaler Durchgangsbereich mit Mittelinsel organisiert. Den Abschluß zum Aufenthaltsbereich bildet ein erhöhter Tresen, der bei Veranstaltungen als Bar genutzt werden kann. Der Multifunktionsraum kann durch eine komplett entfernbare mobile Trennwand vom Aufenthaltsbereich abgetrennt werden.

Als Gestaltungselement wurde die gerundete räumliche Form aufgenommen und in die Möbel übersetzt. Die runden Formen werden im Ausgabebereich und bei den Stühlen von einer horizontalen Lamellenstruktur überlagert. Alle Möbel der Ausgabestrecke wurden für diese Aufgabe neu entworfen und individuell gefertigt. Das Lichtdesign nimmt die runden Formen auf und interpretiert diese.
Der gesamte Umbau der Mensa wurde, bei laufendem Betrieb der Küche, innerhalb von 6 Ferienwochen realisiert.

Die Küche wurde mit neuer Koch- und Kühltechnik versehen und den veränderten technologischen Bedingungen baulich angepasst. Neben der Kapazitätssteigerung der Produktion auf bis zu 800 Portionen pro Schicht bei gleicher Nutzfläche wurde der nachträgliche Einbau von CC-Technik baulich vorbereitet, wodurch eine weitere Ausweitung der Produktion möglich wäre.